Menü
Skip to main content
fritz-meyer.ch >  Über uns > 
News

News

Innovatives Projekt der Energiewende gestoppt

Baurekurskommission BL lehnt Rekurs von IWB und Fritz Meyer AG ab

Gemeinsame Medienmitteilung IWB und Fritz Meyer AG vom 12.07.2022

12.07.2022 – Grüner Wasserstoff wird europaweit zu einem zentralen Energieträger, um die Klimaziele zu erreichen. IWB und die Fritz Meyer AG planten eine Pilotanlage für grünen Wasserstoff beim Kraftwerk Birsfelden. Aufgrund eines ablehnenden Entscheids der Baurekurskommission des Kantons Baselland verfolgen beide Partner nun andere Projekte und Initiativen, um CO2-neutralem Wasserstoff zum Durchbruch zu verhelfen.

•            Grüner Wasserstoff ist essenziell für die Dekarbonisierung und das Erreichen der Klimaziele.

•            Auf der Kraftwerksinsel Birsfelden ist keine Pilotanlage für grünen Wasserstoff möglich.

•            IWB und Fritz Meyer AG verfolgen andernorts Wasserstoffprojekte und -initiativen.

Mit überschüssigem Strom aus dem Kraftwerk Birsfelden wollten die Basler Energieversorgerin IWB und die Mineralölhändlerin und Tankstellenbetreiberin Fritz Meyer AG CO2-neutralen, grünen Wasserstoff produzieren. Dieser sollte für erste Wasserstoff-Anwendungen im Raum Basel genutzt werden. Das im Januar 2021 eingereichte Baugesuch lehnte das Bauinspektorat ab. Im anschliessenden Rekursverfahren hat die Baurekurskommission des Kantons Baselland den Rekurs der beiden Firmen abgewiesen, da die Anlage nicht zonenkonform sei.

Die beiden Unternehmen verzichten darauf, gegen diesen Entscheid erneut Rekurs einzulegen. «Projekte für den Bau von Anlagen für die erneuerbare Energieproduktion haben in der Schweiz generell einen schweren Stand. Wir bedauern, dass der Energiewende so viele Hürden gestellt werden», sagt Dr. Arthur Janssen, Leiter Strategie & Innovation von IWB.

 

Wasserstoff nimmt an Fahrt auf

Bis 2050 soll die Schweiz klimaneutral werden. Wasserstoff aus erneuerbaren Energien kann einen Teil der fossilen Energieträger ersetzen: als Treibstoff für Lastwagen, Busse und Schiffe, als Prozessenergie und als Rohstoff in der Industrie. Rund um die Schweiz wird es bis 2030 enorme Investitionen in Wasser-stoff geben. Die EU betrachtet Wasserstoff als unverzichtbar für das Erreichen der Klimaziele.

IWB und Fritz Meyer AG sehen gerade in der Region Basel enormes Potential in der Anwendung von grünem Wasserstoff. Er kann künftig einen grossen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Zur Gewinnung von Erfahrungen bei der Anwendung braucht es jedoch zeitnah Wasserstoff aus Pilotanlagen. Beide Unternehmen sind daher als Initianten und Förderer von Wasserstoffprojekten aktiv.

H2-Hub Schweiz und trinationale Initiative «3H2»

Konkret zeigt sich dies an zwei Initiativen: dem H2-Hub Schweiz und der jüngst angestossenen, länderübergreifenden Kooperation am Oberrhein, «3H2». Letztere wurde im Rahmen des Trinationalen Wasserstoff-Forums am 30.06.2022 lanciert. Damit die Oberrheinregion den Anschluss an diese Technologie schafft, engagieren sich Akteure aus Industrie, Energieversorgung und Klimaschutz für grünen Wasserstoff. Die Region Basel ist mir ihrer geographischen Lage prädestiniert, sich an Wasserstoffprojekte der Nachbarländer anzuschliessen. Grüner Wasserstoff wird dereinst zum wichtigen Standortfaktor. Konkreter sind die Pläne bei den Schweizerischen Rheinhäfen: IWB und AVIA, die Dachorganisation der Fritz Meyer AG, arbeiten zusammen mit weiteren Partnern am H2-Hub Schweiz. Es entsteht eine Koordinationsplattform für Produktion, Absatz und Verteilung von Wasserstoff. Die Rheinhäfen könnten in den nächsten Jahren zur wichtigsten Schweizer Drehscheibe für Wasserstoffproduktion und -logistik werden. Produktionsanlagen in der Nähe des Hafens, beispielsweise beim Kraftwerk Birsfelden, würden dieses Vorhaben unterstützen.

Wasserstoffproduktionsanlage im Kanton Schwyz

IWB ist zusammen mit der Schwyzer Energieversorgerin ebs Energie AG und der Bau- und Baustoffrecyclingfirma A. Käppeli’s Söhne AG Schwyz an einem weiteren Projekt für den Bau einer Produktionsanlage für grünen Wasserstoff beteiligt. In Seewen im Kanton Schwyz soll 2024 eine Wasserstoffanlage samt Tankstelle ihren Betrieb aufnehmen. Dort soll grüner Wasserstoff in erster Linie an Wasserstoff-LKWs abgegeben werden. Auch eine Beimischung in das Gas-Versorgungsnetz der ebs oder die Nutzung von Wasserstoff für die Herstellung von klimafreundlicherem Belag sind denkbar.

Ansprechpartner:

IWB
Jasmin Gianferrari, Mediensprecherin, Tel. +41 79 943 79 96; medien(at)iwb.ch

Fritz Meyer AG
Thomas Bundschuh, Leiter Marketing & Vertrieb, Tel. +41 79 848 98 53, t.bundschuh(at)fmag.ch

 

Energie-Pioniere verändern die Welt. TEIL II

Bahnbrechende Storys, Beobachtungen und Wendepunkte in der Mobilitäts- und Energiegeschichte.

Home-Fueling statt Home-Office.

Die H2 Tankstelle für die eigenen vier Wände.

Für alle, die aus dem Home-Office mal rauswollen und kurze Tankzeiten, lange Strecken und CO2-freie Antriebe bevorzugen: Jetzt gibt es die Home-Fueling Lösung. Einfach zu Hause Wasserstoff tanken und im Nebenjob auch noch die Nachbarn versorgen. Gibt’s nicht? Doch. Eine Erfindung der ETH Lausanne machts möglich.

Die Idee der Wasserstofftankstelle für zu Hause hat das Potenzial, das grösste Hindernis zu beseitigen, das dem Durchbruch der wasserstoffbetriebenen PKWs seit Jahren im Wege steht. Es fehlt an einem flächendeckenden Tankstellennetz. Oder besser: bisher war es wie mit der Henne und dem Ei. Man weiss nicht, ob es kaum wasserstoffbetriebene PKWs wegen fehlender Tankstellen gibt, oder ob es wegen einer mangelnden Anzahl an Wasserstofffahrzeugen kaum H2 Tankstellen gibt. Die Wasserstoff-Technologie ist nach vielen Jahrzehnten Entwicklungszeit erprobt und einsatzbereit.

Die Lösung für das fehlende H2 Tankstellennetz ist neu.

Die GRZ Technologies, ein Spin-off des Schweizer EPFL-Materiallabors der ETH Lausanne, hat einen neuen Wasserstoffverdichter entwickelt. Im Zentrum der Innovation steht ein Material, das in der Lage ist, Wasserstoff im Gegensatz zu anderen Metallhydrid-Speicher, ohne Energiezufuhr zu speichern. Das neuartige Material heisst Metallhydrid ZrMn1.5. Führt man nach der H2 Speicherung dem Metallhydrid Wärme zu, gibt es den gasförmigen Wasserstoff wieder ab. Dieser entweicht dann mit einem Hochdruck von mehreren hundert Bar. Mit dieser Eigenschaft kann der naturgemäss gasförmige Wasserstoff verdichtet, verflüssigt und somit einfacher gelagert, transportiert und getankt werden. Damit sind alle Voraussetzungen für eine umweltfreundliche Wasserstofftankstelle erfüllt. Die notwendige Technik nimmt nicht mehr Platz als ein Kühlschrank in Anspruch.

Ein Netzwerk aus privaten Tankstellen.

Ohne auf weitere technische Details einzugehen, kann diese Erfindung nachhaltige Auswirkungen auf die Zukunft der individuellen Mobilität haben. Mit der Idee einer Wasserstofftankstelle für zu Hause kann ein völlig neuartiges Tankstellennetz entstehen – und wir alle würden dadurch autonomer von fossilen Rohstoffen, Lieferketten und steigenden Preisen werden. Durch die hohe Energie des Wassersstoffes ist die Reichweite der H2-PKWs weit höher als bei den meisten batterieelektrischen Fahrzeugen. Warum steigen wir also nicht sofort ein und bauen ein neues H2-Tankstellennetz auf?

Professor Andreas Züttel vom EPFL-Materiallabor in Sitten hat die Erfindung bereits 2019 vorgestellt. Die kommerzielle Weiterentwicklung erfolgte mit der Schweizer Messer Group.

Aus Wind wird Kraftstoff.

Können sich traditionelle Benziner durch synthetische Kraftstoffe in Öko-Mobile verwandeln?

Geht es um die klimaneutrale Mobilität, sind synthetische Kraftstoffe oder E-Fuels ein relevanter Baustein im Energiemix der Zukunft. Die Herstellung der E-Fuels, mit denen man auch klassische Verbrennungsmotoren betreiben kann, erfolgt über umweltfreundlich produzierten Wasserstoff. Jedoch ist der Bedarf an regenerativer Energie, um diesen grünen Wasserstoff herzustellen, hoch. Folglich liegen die Produktionsstandorte idealerweise dort, wo der Wind beständig weht. Zum Beispiel in Patagonien.

In Chile bauen und betreiben Porsche und Siemens Energy zusammen mit weiteren Partnern eine Anlage, die aus Wind synthetischen Kraftstoff erzeugt. Dabei wird der aus Windkraft produzierte Strom eingesetzt, um Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Danach wird CO2 aus der Atmosphäre gefiltert, um diesen mit dem Wasserstoff in Methanol zu verwandeln. Die CO2 Filterung funktioniert ganz ähnlich, wie es das Schweizer Unternehmen Climeworks bereits praktiziert.

Verwandeln E-Fuels benzinschluckende Dinosaurier in Klimaengel?

Porsche zum Beispiel will synthetische Kraftstoffe bei ausgewählten Neufahrzeugen einsetzen. Bemerkenswert ist, dass auch ältere Modelle mit dem klimaneutralen Kraftstoff betrieben werden können. Wäre das ein wirtschaftlich und technisch sinnvolles Szenario, würde sich vieles verändern. Wie wir alle wissen, wird das aktuelle Strassenbild noch immer von durstigen Benzinern bestimmt. Könnten sich die Dinosaurier der Mobilität tatsächlich mit E-Fuels in umweltfreundliche Öko-Mobile verwandeln? Der Gedanke ist verlockend und klingt nachhaltig, wenn bei der Verbrennung der E-Fuels nicht mehr CO2 emittiert wird, als bei ihrer Erzeugung gebunden wurde. Tatsache ist auch, dass jedes Auto, das nicht neu gebaut werden muss, Ressourcen einspart.

Passen zu unserem Tankstellennetz.

Der zukünftige Erfolg der E-Fuels ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Noch ist das Herstellungsverfahren teuer. Aber mit dem Scale-up, also einer Massstabsvergrösserung des Herstellungsverfahrens von der Pilot- zur grossen Produktionsanlage, werden die Preise sinken. Der Preisanstieg bei fossilen Treibstoffen und die regulatorischen Massnahmen zur Einhaltung der Klimaziele, werden die Attraktivität der E-Fuels zusätzlich erhöhen. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, E-Fuels können über das bestehende Tankstellenetz vertrieben werden.

Wie sage ich es meinem Kunden?

Hier geht Porsche einen gewaltigen Schritt in die Zukunft und spielt mit der Idee, ausgewählte Modelle mit einer Erstbefüllung aus synthetischen Kraftstoffen auszuliefern. Um Nachahmung wird gebeten.

Keine Angst, nicht anzukommen.

Kleintransporter mit neuer Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie.

Tatsache ist, dass die meisten Kleintransporter im professionellen Einsatz täglich kaum mehr als 200 Kilometer fahren. Die Reichweiten der am Markt verfügbaren batterieelektrisch betriebenen Transporter sollte also ausreichen. Aber es kann natürlich immer mal sein, dass man weitere Strecken fahren muss. Klar. Die Reichweite ist für viele Unternehmer/innen ein Hemmschuh beim Einstieg in die klimaneutrale Mobilität.

Seit letztem Jahr gibt es Kleintransporter mit der Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie. Reichweite: etwa 400 Kilometer. Hört sich gut an. Das Auftanken des Wasserstofftanks nimmt mit durchschnittlich 3 Minuten nicht mehr Zeit in Anspruch, als das normale Benzin tanken. Die zusätzliche Batterie ist in etwa einer Stunde wieder voll – kann aber auch durch die Brennstoffzelle aufgeladen werden. Die Anbieter der Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie sind Renault und Stellantis. Stellantis ist eine europäische Automarke, die als Holding aus der Fusion der Automobilkonzerne Fiat Chrysler Automobiles und der Groupe PSA hervorgegangen ist.

Mit vollwertiger Antriebsbatterie.

Rein technisch war bei den bisherigen Kleintransportern mit Brennstoffzelle schon immer eine Batterie an Board. Diese hatte bisher die Funktion Leistungsspitzen abzufangen und dient bei der Energierückgewinnung beim Bremsen und Ausrollen. In Zukunft kommt mit der neuen Plug-in-Hybrid-Technologie die Batterie auch bei der Bewältigung längerer Strecken zum Einsatz.

Verfügbarkeit auf dem Schweizer Markt: offen.

Mit dem Angebot an Kleintransportern mit Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie wird auch die Nachfrage steigen. Wasserstoff ist ein immer wichtiger werdender Baustein bei der Umsetzung der Energiewende. Wann die Fahrzeuge in der Schweiz auf den Markt kommen, ist noch offen. Wir bleiben dran.

Energie-Pioniere verändern die Welt.

Bahnbrechende Storys, Beobachtungen und Wendepunkte in der Mobilitäts- und Energiegeschichte.

Home-Fueling statt Home-Office.

Die H2 Tankstelle für die eigenen vier Wände.

Für alle, die aus dem Home-Office mal rauswollen und kurze Tankzeiten, lange Strecken und CO2-freie Antriebe bevorzugen: Jetzt gibt es die Home-Fueling Lösung. Einfach zu Hause Wasserstoff tanken und im Nebenjob auch noch die Nachbarn versorgen. Gibt’s nicht? Doch. Eine Erfindung der ETH Lausanne machts möglich.

Die Idee der Wasserstofftankstelle für zu Hause hat das Potenzial, das grösste Hindernis zu beseitigen, das dem Durchbruch der wasserstoffbetriebenen PKWs seit Jahren im Wege steht. Es fehlt an einem flächendeckenden Tankstellennetz. Oder besser: bisher war es wie mit der Henne und dem Ei. Man weiss nicht, ob es kaum wasserstoffbetriebene PKWs wegen fehlender Tankstellen gibt, oder ob es wegen einer mangelnden Anzahl an Wasserstofffahrzeugen kaum H2 Tankstellen gibt. Die Wasserstoff-Technologie ist nach vielen Jahrzehnten Entwicklungszeit erprobt und einsatzbereit.

Die Lösung für das fehlende H2 Tankstellennetz ist neu.
Die GRZ Technologies, ein Spin-off des Schweizer EPFL-Materiallabors der ETH Lausanne, hat einen neuen Wasserstoffverdichter entwickelt. Im Zentrum der Innovation steht ein Material, das in der Lage ist, Wasserstoff im Gegensatz zu anderen Metallhydrid-Speicher, ohne Energiezufuhr zu speichern. Das neuartige Material heisst Metallhydrid ZrMn1.5. Führt man nach der H2 Speicherung dem Metallhydrid Wärme zu, gibt es den gasförmigen Wasserstoff wieder ab. Dieser entweicht dann mit einem Hochdruck von mehreren hundert Bar. Mit dieser Eigenschaft kann der naturgemäss gasförmige Wasserstoff verdichtet, verflüssigt und somit einfacher gelagert, transportiert und getankt werden. Damit sind alle Voraussetzungen für eine umweltfreundliche Wasserstofftankstelle erfüllt. Die notwendige Technik nimmt nicht mehr Platz als ein Kühlschrank in Anspruch.

Ein Netzwerk aus privaten Tankstellen.
Ohne auf weitere technische Details einzugehen, kann diese Erfindung nachhaltige Auswirkungen auf die Zukunft der individuellen Mobilität haben. Mit der Idee einer Wasserstofftankstelle für zu Hause kann ein völlig neuartiges Tankstellennetz entstehen – und wir alle würden dadurch autonomer von fossilen Rohstoffen, Lieferketten und steigenden Preisen werden. Durch die hohe Energie des Wassersstoffes ist die Reichweite der H2-PKWs weit höher als bei den meisten batterieelektrischen Fahrzeugen. Warum steigen wir also nicht sofort ein und bauen ein neues H2-Tankstellennetz auf?

Professor Andreas Züttel vom EPFL-Materiallabor in Sitten hat die Erfindung bereits 2019 vorgestellt. Die kommerzielle Weiterentwicklung erfolgte mit der Schweizer Messer Group.

Die Energie-Pioniere.
Es gibt unzählige Geschichten hinter der individuellen Mobilität. Viele Erfinderinnen und Erfinder, die Potenziale der Energieträger und bahnbrechende Produktentwicklungen prägen unseren Alltag. Genau genommen steckt in jedem Tropfen Benzin, Wasserstoff oder in jeder Kilowattstunde Strom eine Story. Wir erzählen sie in diesem Blog.

8 Tipps gegen steigende Benzinpreise.

Wie man Sprit spart und trotzdem gut ankommt.

In den vergangenen Wochen haben die Benzinpreise vielen Autofahrer/innen ein ungläubiges Staunen ins Gesicht geschrieben. Spätestens in diesem Moment wurde allen klar, wie abhängig wir sind: von unvorhersehbaren Entwicklungen, Marktveränderungen und Krisen, wie in der Ukraine. Aber diese Einsicht nutzt wenig, wenn Mobilität zu unserem Leben und zu unserem Business gehört. Was können wir also tun?

Grundsätzlich haben selbstverständlich die Erdölpreise auf dem Weltmarkt eine wesentliche Auswirkung auf die Benzinpreise an den Tankstellen. Was die fossilen Energieträger betrifft, ist es nicht einfach, unsere Abhängigkeit kurzfristig zu minimieren. Aber wir können den Benzinverbrauch reduzieren. Hier sind 8 Tipps, die Sinn machen.

Tipp 1: Kurze Strecken meiden: Kalte Fahrzeuge verbrauchen mehr Kraftstoff.

Tipp 2: Die Fahrweise anpassen: 2000 Umdrehungen pro Minute zeichnen eine sparsame Fahrweise aus. Bei höherer Drehzahl einfach hochschalten. Wer vorausschauend fährt, die Motorbremswirkung nutzen und bei Hindernissen sowie vor Kurven den Gang nicht rausnimmt, spart durch die Schubabschaltung zusätzlich Benzin. Auf der Autobahn lohnt es sich, die rechte Spur zu nutzen und mit den LKWs mitzufahren. Kommt man beim Leerlauf zum Stehen, einfach den Motor abstellen. So lässt sich der Verbrauch um 0,5 bis 1 Liter pro Stunde reduzieren.

Tipp 3: Unnötige elektrische Geräte abschalten: Die Klimaanlage verbraucht zwischen 0,3 und 1,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer, die Standheizung zwischen 0,3 und 0,5 Liter pro Stunde.

Tipp 4: Auf Reifen und Reifendruck achten: Eco-Reifen sparen Benzin. Wer 0,3 Bar mehr in die Reifen pumpt, minimiert den Rollwiderstand und spart zusätzlich Kraftstoff.

Tipp 5: Unnötigen Ballast und Aufbauten vermeiden: Jedes Kilogramm mehr steigert wegen der sogenannten Massenträgheit und dem damit verbundenen höheren Energieaufwand, den Benzinverbrauch. Dachgepäckträger und Dachboxen sind wegen des zusätzlichen Windwiderstands wahre Spritfresser.

Tipp 6: Regional Preisunterschiede nutzen. Die Preisdifferenzen zwischen den Regionen in der Schweiz können pro Liter einige Rappen ausmachen. Auch auf dem Land kann der Benzinpreis günstiger als in der Stadt sein.

Tipp 7: Günstigere Tankstellen anfahren? Lohnt es sich, weite Strecken zu fahren? Eher nicht. Tankt man 50 Liter, wird ein Preisunterschied von einem Rappen pro Liter laut TSC durch zwei zusätzliche Anfahrts-Kilometer wieder aufgehoben. Die Ersparnis sollte man von Fall zu Fall berechnen.

Tipp 8: Autobahntankstellen: Das Tanken auf Autobahn-Tankstellen ist grundsätzlich teurer. Besser man plant seine Tankstopps vorausschauend ein.

Das Team der Fritz Meyer AG wünscht Ihnen viel Erfolg beim Benzinsparen.

Die Energie-Pioniere.
Es gibt unzählige Geschichten hinter der individuellen Mobilität. Viele Erfinderinnen und Erfinder, die Potenziale der Energieträger und bahnbrechende Produktentwicklungen prägen unseren Alltag. Genau genommen steckt in jedem Tropfen Benzin, Wasserstoff oder in jeder Kilowattstunde Strom eine Story. Wir erzählen sie in diesem Blog.

Aus Wind wird Kraftstoff.

Können sich traditionelle Benziner durch synthetische Kraftstoffe in Öko-Mobile verwandeln?

Geht es um die klimaneutrale Mobilität, sind synthetische Kraftstoffe oder E-Fuels ein relevanter Baustein im Energiemix der Zukunft. Die Herstellung der E-Fuels, mit denen man auch klassische Verbrennungsmotoren betreiben kann, erfolgt über umweltfreundlich produzierten Wasserstoff. Jedoch ist der Bedarf an regenerativer Energie, um diesen grünen Wasserstoff herzustellen, hoch. Folglich liegen die Produktionsstandorte idealerweise dort, wo der Wind beständig weht. Zum Beispiel in Patagonien.

In Chile bauen und betreiben Porsche und Siemens Energy zusammen mit weiteren Partnern eine Anlage, die aus Wind synthetischen Kraftstoff erzeugt. Dabei wird der aus Windkraft produzierte Strom eingesetzt, um Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Danach wird CO2 aus der Atmosphäre gefiltert, um diesen mit dem Wasserstoff in Methanol zu verwandeln. Die CO2 Filterung funktioniert ganz ähnlich, wie es das Schweizer Unternehmen Climeworks bereits praktiziert.

Verwandeln E-Fuels benzinschluckende Dinosaurier in Klimaengel?
Porsche zum Beispiel will synthetische Kraftstoffe bei ausgewählten Neufahrzeugen einsetzen. Bemerkenswert ist, dass auch ältere Modelle mit dem klimaneutralen Kraftstoff betrieben werden können. Wäre das ein wirtschaftlich und technisch sinnvolles Szenario, würde sich vieles verändern. Wie wir alle wissen, wird das aktuelle Strassenbild noch immer von durstigen Benzinern bestimmt. Könnten sich die Dinosaurier der Mobilität tatsächlich mit E-Fuels in umweltfreundliche Öko-Mobile verwandeln? Der Gedanke ist verlockend und klingt nachhaltig, wenn bei der Verbrennung der E-Fuels nicht mehr CO2 emittiert wird, als bei ihrer Erzeugung gebunden wurde. Tatsache ist auch, dass jedes Auto, das nicht neu gebaut werden muss, Ressourcen einspart.

Passen zu unserem Tankstellennetz.
Der zukünftige Erfolg der E-Fuels ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Noch ist das Herstellungsverfahren teuer. Aber mit dem Scale-up, also einer Massstabsvergrösserung des Herstellungsverfahrens von der Pilot- zur grossen Produktionsanlage, werden die Preise sinken. Der Preisanstieg bei fossilen Treibstoffen und die regulatorischen Massnahmen zur Einhaltung der Klimaziele, werden die Attraktivität der E-Fuels zusätzlich erhöhen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, E-Fuels können über das bestehende Tankstellenetz vertrieben werden.

Wie sage ich es meinem Kunden?
Hier geht Porsche einen gewaltigen Schritt in die Zukunft und spielt mit der Idee, ausgewählte Modelle mit einer Erstbefüllung aus synthetischen Kraftstoffen auszuliefern. Um Nachahmung wird gebeten.

BU 1: Oft vergessen: Mit jedem Auto, das nicht neu gebaut werden muss, schonen wir unsere Rohstoffressourcen. E-Fuels sind ein wichtiger werdender Baustein im Energiemix der Zukunft.

Die Energie-Pioniere.
Es gibt unzählige Geschichten hinter der individuellen Mobilität. Viele Erfinderinnen und Erfinder, die Potenziale der Energieträger und bahnbrechende Produktentwicklungen prägen unseren Alltag. Genau genommen steckt in jedem Tropfen Benzin, Wasserstoff oder in jeder Kilowattstunde Strom eine Story. Wir erzählen sie in diesem Blog.

Keine Angst, nicht anzukommen.

Kleintransporter mit neuer Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie.

Tatsache ist, dass die meisten Kleintransporter im professionellen Einsatz täglich kaum mehr als 200 Kilometer fahren. Die Reichweiten der am Markt verfügbaren batterieelektrisch betriebenen Transporter sollte also ausreichen. Aber es kann natürlich immer mal sein, dass man weitere Strecken fahren muss. Klar. Die Reichweite ist für viele Unternehmer/innen ein Hemmschuh beim Einstieg in die klimaneutrale Mobilität.

Seit letztem Jahr gibt es Kleintransporter mit der Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie. Reichweite: etwa 400 Kilometer. Hört sich gut an. Das Auftanken des Wasserstofftanks nimmt mit durchschnittlich 3 Minuten nicht mehr Zeit in Anspruch, als das normale Benzin tanken. Die zusätzliche Batterie ist in etwa einer Stunde wieder voll ­– kann aber auch durch die Brennstoffzelle aufgeladen werden. Die Anbieter der Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie sind Renault und Stellantis. Stellantis ist eine europäische Automarke, die als Holding aus der Fusion der Automobilkonzerne Fiat Chrysler Automobiles und der Groupe PSA hervorgegangen ist.

Mit vollwertiger Antriebsbatterie.
Rein technisch war bei den bisherigen Kleintransportern mit Brennstoffzelle schon immer eine Batterie an Board. Diese hatte bisher die Funktion Leistungsspitzen abzufangen und dient bei der Energierückgewinnung beim Bremsen und Ausrollen. In Zukunft kommt mit der neuen Plug-in-Hybrid-Technologie die Batterie auch bei der Bewältigung längerer Strecken zum Einsatz.

Verfügbarkeit auf dem Schweizer Markt: offen.
Mit dem Angebot an Kleintransportern mit Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Technologie wird auch die Nachfrage steigen. Wasserstoff ist ein immer wichtiger werdender Baustein bei der Umsetzung der Energiewende. Wann die Fahrzeuge in der Schweiz auf den Markt kommen, ist noch offen. Wir bleiben dran.

Mit 400 Kilometern Reichweite, werden die Wasserstoff Plug-in-Hybrid-Kleintransporter deutlich mehr und abgelegenere Ziele erreichen.

Die Energie-Pioniere.
Es gibt unzählige Geschichten hinter der individuellen Mobilität. Viele Erfinderinnen und Erfinder, die Potenziale der Energieträger und bahnbrechende Produktentwicklungen prägen unseren Alltag. Genau genommen steckt in jedem Tropfen Benzin, Wasserstoff oder in jeder Kilowattstunde Strom eine Story. Wir erzählen sie in diesem Blog.
 

Interview mit Dr. Thomas Hill, CEO Fritz Meyer AG mit der Handelskammer beider Basel

1. Avia gehört zur Fritz Meyer Gruppe und bildet mit rund 550 Tankstellen das grösste Tankstellennetz der Schweiz. Als Mineralölimporteur und Nahversorger legen Sie auf ein kontrolliertes und nachhaltiges Wachstum Wert – welchen Stellenwert nimmt dabei die Nutzung erneuerbarer Energien ein?
Schweiz ist im europäischen Vergleich eines der Länder mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Energiemärkte unterliegen aufgrund von technologischen Entwicklungen immer dem Wandel. Sei es die energetische Versorgung von Gebäuden oder nun die aktuellen Entwicklungen auf dem Mobilitätssektor. Die Fritz Meyer AG wurde im Jahr 1860 gegründet und hat es in Ihrer Geschichte stets verstanden, die Entwicklungen auf ihren Wirtschaftsmärkten zu erkennen, zu verstehen und für sich aktiv mitzugestalten und zu nutzen. Aus dieser DNA heraus investieren wir in den Aufbau nachhaltiger Ökosysteme.   Dabei gilt es sozial, gesellschaftlich und wirtschaftlich Verantwortungen zu übernehmen, gezielt zu investieren sowie Kunden und Partner mitzunehmen.

2. Ob zum Heizen oder zum Autofahren – wir sind auf Öl angewiesen. Gleichzeitig steht er als fossiler Rohstoff als klimaschädlich in Verruf: Wie lässt sich dieser Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Notwendigkeit meistern?
Lassen Sie mich pragmatisch antworten. Wir glauben an einen Energiemix der Zukunft, bestehend aus den erneuerbaren Energien, traditionellen Energien und der Renaissance von altbekannten nachhaltigen Energieformen wie Wasserstoff.
Es geht darum herauszufinden, welche der Energieträger, für welche Aufgaben oder Anwendungen am besten – alleine oder in einer Kombination mit anderen – geeignet sind. An diesem Energiemix der Zukunft richten wir unser Handeln aus – verantwortungsvoll und mit verbindlichen Investitionen. Wir selbst, sehen darin aber weniger einen Spagat, vielmehr eine Chance in führender Rolle den stetigen Wandel zu gestalten, denn die Fritz Meyer AG spielt auf einer spielentscheidenden Position.

3. Welche zukunftsfähigen Lösungen und Alternativen gibt es und sind diese bereits ausgereift?
Im Mobilitätssektor sehen wir einen konkreten und erkennbaren Energiemix aus herkömmlichen Treibstoffen, Elektro und Wasserstoff. Im Individualverkehr wird neben bekannten Treibstoffen die Elektromobilität eine feste Grösse werden. Beim Transport von Waren oder eventuell auch Personen wird es spannend, wie sich der herkömmliche Treibstoff, also Diesel, gegen Elektro aber auch Wasserstoff behaupten kann. Die Logistik von Waren unterliegt einer ausgeprägten Kostensensibilität. Somit braucht es hier marktreife und einsatzfähige Technologien. Gerne gehen hier die Meinungen etwas auseinander. Wir bei der Fritz Meyer AG sind überzeugt, dass sich im Transportbereich von Gütern und Personen für die langen Strecken Wasserstoff etablieren wird.

4. Welche Möglichkeiten bieten grüner – also aus erneuerbarem Strom produzierter – Wasserstoff oder synthetische Treibstoffe im Bereich Mobilität und Wärme?
Im Jahr 2019 hat die Schweiz 70% ihres Energie-Bedarfs durch chemische Energie-Träger (Mineralölprodukte, Gas, etc.) gedeckt. Es ist aus heutiger Sicht technisch undenkbar nur auf der Basis erneuerbarer Energiequellen (Wasserkraft, Wind, Solar, Geothermie) den zukünftigen Energiebedarf decken zu können. Wir werden chemische Energieträger brauchen um die Energie vom Produktionszeitpunkt (Sommer) zum Konsumzeitpunkt (Winter) zu bringen. Grüner Wasserstoff ist der einfachste dieser neuen CO2 freien oder neutralen chemischen Energieträger. Er kann direkt in der Mobilität bei Brennstoffzell-Fahrzeugen eingesetzt werden. Spannende Möglichkeiten bieten sich auch bei der dezentralen Stromproduktion als Notfall-Generatoren oder für Mobile E-Ladestationen.

Synthetische Treibstoffe werden klimaneutral mithilfe von Wind-, Wasserkraft oder Sonnenenergie produziert. Sie sind entweder Kohlenstoff frei, wie Ammoniak oder sie binden in ihrer Produktion so viel CO2, wie bei ihrer Verbrennung mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren wieder freigesetzt wird. Besonders interessant erachten wir dabei Methanol aus Ausgangsprodukt. Dieses Produkt kann einerseits direkt zur Energie-Erzeugung in Gebäuden verwendet werden. Oder es wird weiter zu Treibstoff synthetisiert das in Verbrennungsmotoren und insbesondere in Flugzeugen eingesetzt werden kann. All diesen Produkten ist gemeinsam, dass sie mit wenig Aufwand produziert und vor allem über längere Zeit gelagert werden können.  Die Fritz Meyer AG beobachtet diese Entwicklungen mit Interesse und engagiert sich in der Entwicklung dieser Technologien und Anwendungen. 

5. Ihr Baugesuch, welches Sie gemeinsam mit der IWB zur Erstellung einer Wasserstoff-Produktionsanlage auf der Kraftwerksinsel in Birsfelden eingereicht haben, wurde vom Bauinspektorat abgelehnt. Wie sehen Ihre aktuellen Pläne bezüglich Wasserstoff aus, und wie weit sind diese fortgeschritten?
Das Baugesuch einer Wasserstoff-Produktionsanlage auf der Kraftwerksinsel Birsfelden befindet sich aktuell im sogenannten Rekursverfahren. Letztendlich zeigt dies unseren Willen, gemeinsam mit IWB im Rahmen des Joint-Ventures greenH2 in eine nachhaltige Wasserstofftechnologie zu investieren. Dabei verfolgen wir das Ziel, nachhaltige Ökosystemen zu entwickeln. Hierfür steht greenH2 mit weiteren Unternehmen in Form von Projekten in engem Kontakt und Austausch.

6. Wie können Unternehmen in der Region und der Standort Basel insgesamt von einer besseren Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff profitieren?
Grüner Wasserstoff hilft Unternehmen, ihren CO2-Fussabdruck zu optimieren. Mit der Entwicklung von Wasserstofftechnologien wächst das Fachwissen, entstehen neue Wertschöpfungsketten und damit neue Marktchancen. Insgesamt wird die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, den Standort Basel und die gesamte Region stärken.

7. Technologien wie Wasserkraft, Windkraft und Geothermie sind global betrachtet bereits etabliert, in der Schweiz stockt der Ausbau hingegen, insbesondere bei den letzten beiden. Wie bedeutsam ist ein Ausbau dieser Anlagen für die Produktion von grünem Wasserstoff in der Schweiz zukünftig?
Für die Produktion von grünem Wasserstoff benötigen wir regenerativ erzeugten Strom. Aufgrund von Marktregularien muss dieser direkt vom Kraftwerk zur Wasserstoffproduktion fliessen. Die im Vergleich zu anderen Ländern in der Schweiz zugängliche und vorhandene Wasserkraft, sichert uns zumindest nach heutiger Sicht, einen gewissen Vorteil. Dennoch sind die potenziellen Produktionsstandorte bezüglich der Wasserkraft begrenzt und im Zuge einer einhergehenden oder angestrebten Dekarbonisierung des Mobilitätssektors nicht ausreichend. Ergo besteht der Bedarf nach einem weiteren Ausbau von Produktionsanlagen. Ob dies mit zusätzlichen Windanlagen oder gar dem Ausbau der Geothermie erreicht werden kann, ist für mich schwierig zu beantworten, denn auch hier sind die Genehmigungsverfahren sicher nicht einfach. Zudem hat die Wasserkraft einen weiteren Vorteil: sie ist ständig verfügbar. Die Verfügbarkeit des Stromes spielt eine entscheidende Rolle für den Verkaufspreis und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit.

8. Eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung ist die Basis für unseren Wirtschaftsstandort. Besonders beim Strom zeichnet sich in den kommenden Jahren eine Versorgungslücke während den Wintermonaten ab. Wie kann diese verhindert werden?
Wir sind klare Befürworter der Technologie-Offenheit. Es gilt mit aller Kraft und Entschlossenheit die neuen Möglichkeiten voranzutreiben. Die Versorgungslücke wird allerdings dann entstehen, wenn man zuerst bestehende Technologien verbietet, bevor die neuen einsatzbereit sind. Wenn wir in der Schweiz bis 2050 Klima neutral sein wollen, bleiben uns rund 28 Jahre Zeit. Wir wären gut beraten ein Drittel dieser Zeit zum Nachdenken und Planen zu verwenden (also die nächsten 9 Jahre) um dann zielgerichtet und erfolgversprechend in die Umsetzung zu gehen. Wenn wir so vorgehen, wird auch keine Versorgungslücke entstehen.


Vielen Dank für Ihre Fragen.

Einmal volltanken bitte.

Über Mythen, Kunst und die Zukunft der Tankstelle.

Fast jeden Tag sind wir unterwegs – und häufig mit dem Auto. Früh am Morgen, mitten in der Nacht, am Rand der Stadt oder mitten auf dem Land. Egal zu welcher Uhrzeit oder welchen Weg wir nehmen, früher oder später erscheinen am Horizont die bunten Lichter einer Tankstelle.

Kurz tanken, snacken, einkaufen und weiter geht’s. Tankstellen geben uns die Gewissheit, selbst am Ende der Welt nicht allein zu sein – und dass der leere Tank sowie der leere Magen bald wieder gefüllt sind. Mit Tankstellen verbindet sich ein Lebensgefühl, sie stehen für eine Kultur des Unterwegsseins, sind manchmal Sehnsuchtsorte und nehmen auch in der Kunstgeschichte ihren festen Stellenwert ein.

Bauhaus, Hopper und Co.
Der Himmel ist blau, aber das Licht des Tages verliert seine Kraft. Im nahen Wald herrscht bereits die Dämmerung. Zwischen den roten Tanksäulen werkelt der Tankwart. Eine Bühne für Fernweh, Freiheit und grenzenlose Möglichkeiten. Der amerikanische Traum in einem Bild, gemalt von Edward Hopper, 1940 – ein Bild, wie eine Ikone für ein Lebensgefühl und später für ein ganzes Filmgenre: das Roadmovie.

Peter Fonda, Dennis Hopper, Wim Wenders, Quentin Tarantino und Co. haben den amerikanischen Autotraum weiterentwickelt. Tankstellen oder Motels funktionieren als Orte, an denen sich die Filmstory verdichtet, die Handlung eine entscheidende Wendung nimmt. Wie die vereinzelten Perlen einer Kette reihen sie sich entlang der Highways und werden zu unvergesslichen Orten, Etappen und Episoden in unserem Filmgedächtnis.

Betrachtet man die Geschichte der Tankstelle in den vergangenen 100 Jahren, trifft man auf unzählige Ikonen der modernen Kunst, der Architektur, der Mobilität und auf ein alle Bereiche durchdringendes Lebensgefühl. Der Traum von individueller Freiheit ist eng mit Tankstelle verbunden und überall angekommen – auf jeder beliebigen Fernstrasse – von der Route 66 bis zum Furkapass.

Jetzt einsteigen, losfahren oder weiterlesen.
Mit jeder Fahrt geht es darum, räumliche und manchmal auch gedankliche Grenzen zu überwinden. Ist man länger unterwegs, findet man die Zeit nachzudenken und gewinnt Abstand zu den Dingen, wie in einem Film, in dem man selbst die Hauptrolle spielt. Schön bald wieder einzusteigen. Aber stopp.

Das ist nur die halbe Wahrheit.

Jenseits der Freiheit.

Fragt man sich, wie genau das Benzin in die Zapfsäule kommt, tut sich eine andere Welt auf. Beleuchten wir den Teil der Geschichte, der weniger offensichtlich ist. Die Geschichte des Öls. Kurz gesagt, ist das Öl seit über 160 Jahren ein hart umkämpfter Rohstoff. Es geht um wirtschaftliche Interessen, Märkte, Marktanteile und die Interessen verschiedener politischer Systeme, die Sicherung von Rohstoffressourcen und eines bestimmten Lebensstils. Eine komplexe Geschichte und auch aktuelle eine brisante Gemengelage.

Bei der Erschliessung von Ölquellen, der Ölförderung, Aufbereitung und dem Transport, stossen Kulturen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Es wird um Grenzen gerungen, Grenzen von Fördermengen, Grenzen politischer Einflussnahme und Ländergrenzen, um die bis heute auch Kriege geführt werden. Die Geschichte des Öls ist wie ein Brennglas, bestimmt die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Länder und Kontinente.
Das ist die andere Seite des Autotraums.

Die Fritz Meyer AG und AVIA spielen ihre eigene Rolle.
Als Gründungsmitglied von AVIA, einer Vereinigung eigenständiger Ölimporteure, sucht und sichert die Fritz Meyer AG mit den anderen Mitglieder ihre Unabhängigkeit im Spannungsfeld von Machtpolitik. Das ist die DNA von AVIA und der Fritz Meyer AG, die das Unternehmen seit seiner Gründung prägt und bis heute lebendig ist.

Stopp und Start.
Geschichte schreiben.


Wir leben noch immer mittendrin – in einer Welt fast unbegrenzter Möglichkeiten. Dazu gehört, mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein. Ein paar Kilometer zur Arbeit, Schule oder Sportplatz oder ein paar hundert Kilometer in den Urlaub. In der Zukunft der individuellen Mobilität geht es nicht mehr allein um die Überwindung räumlicher Distanzen, sondern auch die Überwindung schlechter Gewohnheiten

Das Pariser Klimaabkommen.
Von mehr als 195 Staaten und der Europäischen Union unterzeichnet, verabschieden wir uns mit dem Pariser Klimaabkommen vom bisherigen Umgang mit fossilen Brennstoffen und bis 2050 vom CO2-Ausstoss. Das bedeutet einen Abschied von alten Ideen und damit weitgehend auch vom Verbrennungsmotor, weil dieser klimaschädlich und mit zu vielen Konflikten beladen ist.

Kein Problem. Mit dem Abschied beginnt ein neues Lebensgefühl.
Eine neue Geschichte klimaneutraler Antriebe, Treibstoffe und damit beginnt ein neues Kapitel der Mobilität. Es geht um gewaltige Herausforderungen, Angebote und Chancen, um unsere Zukunft und die Möglichkeit sie zu gestalten – für uns, unsere Kinder und zukünftige Generationen. Welche Rolle die Fritz Meyer Gruppe in dieser Zukunft spielen kann zeigen Projekte wie die geplante Wasserstoffproduktion in Kooperation mit IWB in Birsfelden oder in Augst. Aber es geht auch um ein neues Denken, die Sicht auf die Welt und auf Unternehmen, Partner und Kunden.

Tankstellen für CO2-freie Treibstoffe.
Voraussetzung für das Umsteigen auf CO2-freie Antriebssysteme ist ein flächendeckendes Tankstellennetz. Niemand möchte unangemessen weit fahren, um sein Fahrzeug aufzutanken. Hier kommt eine der zentralen Kompetenzen der Fritz Meyer Gruppe als Betreiber von über 80 Tankstellen zum Tragen. Wir befinden uns mittendrin in einer Umbruchphase und damit mittendrin in einer Zeit, in der sich Märkte neu formen, neue Angebote, neue Kundenbedürfnisse und neue Wertschöpfungsketten entstehen.

Das Unternehmen Fritz Meyer - offen für Veränderungen.
Das Unternehmen Fritz Meyer wird diese Veränderungen in ihren Geschäftsbereichen gestalten und vorantreiben. Das Roadmovie, das Bild von Tankstellen und unserer persönlichen Freiheit, die immer eng mit der individuellen Mobilität verbunden ist, geht in eine neue, nachhaltige Phase und jede einzelne Fahrerin und jeder Fahrer wird diese Zukunft mitprägen.
Wir sind gespannt welche Kultur, welche Kunst und welches Lebensgefühl die CO2-neutrale Mobilität mit sich bringen wird. Vielleicht ist es dann nicht mehr die Route 66 die unsere Träume in Bewegung bringt, sondern die Route Zero Emission– voll CO2-frei.

What's next? Wasserstoff als Antrieb in der DACH-Region.

Was tut sich in der Schweiz, in Deutschland, Österreich oder auch in Frankreich?

Um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen, will die Schweiz ab 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr verursachen. Auch Österreich will sein Energiesystem bis 2050 weitgehend dekarbonisieren. Auf dem Weg zur Klimaneutralität investieren die Franzosen Milliarden in eine neue Wasserstoffstrategie, setzen gleichzeitig aber auch verstärkt auf Atomkraft. Deutschland und Österreich verfolgen jeweils eine nationale Wasserstoffstrategie.

Es ist also viel in Bewegung rund um die Entwicklung von Wasserstofftechnologien. Längst überfällig, da Wasserstoff ein unverzichtbarer Baustein der angestrebten Energiewende sein wird. Insbesondere im Bereich Strassenverkehr muss nicht nur umgedacht, sondern auch gehandelt werden. Weltweit werden etwa 18 % der klimaschädlichen CO2-Emissionen durch den Strassenverkehr verursacht. Experten sind sich einig, dass sich die Situation nicht allein durch die batteriegestützte Elektromobilität verbessern lässt. Grüner, also klimaneutral hergestellter Wasserstoff, ist als Antrieb für PKW und LKW sowie als Baustein für die Energiewende unverzichtbar.

Aus diesem Grund haben die IWB, die Industriellen Werke Basel als Energieversorger, und die Fritz Meyer AG mit ihrem Zugang zum Schweizer Tankstellennetz das Joint Venture greenH2 AG gegründet. Ziel ist der Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage beim Kraftwerk Birsfelden bei Basel. Das gemeinsame Ziel ist die Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff zur Betankung von LKW mit Brennstoffzellenantrieb. Der für das Elektrolyseverfahren benötigte Strom soll aus dem Kraftwerk Birsfelden stammen und wird dann dort CO₂-neutral aus Wasserkraft gewonnen.

Wie entwickelt sich Wasserstoff als Antriebsalternative im Strassenverkehr?
Grundvoraussetzung für eine flächendeckende Versorgung in der DACH-Region ist ein Wasserstoff-Tankstellennetz. Die Wege, die zur Etablierung dieses Netzes eingeschlagen werden, sind in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Frankreich höchst unterschiedlich – genauso wie die Anzahl der Tankstellen. In Deutschland wird es bald über 100 Wasserstoff-Tankstellen geben. Aktuell fahren etwas mehr als 1.450 PKW mit Brennstoffzellenantrieb auf Deutschlands Strassen. Die Schweiz verfügt über 8 Wasserstoff-Tankstellen und ist damit im Vergleich zur Bevölkerungszahl nicht schlecht aufgestellt. Die Netzabdeckung muss jedoch besser werden. Das gilt auch für Österreich mit seinen 4, und für Frankreich mit 30 H2-Tankstellen.

Wie entwickelt sich der H2 Fahrzeugmarkt?
Bisher waren es die Marken Honda, Toyota und Hyundai, die mit Brennstoffzellentechnik auf sich aufmerksam machten. Für das Jahr 2022 jedoch sind bereits zahlreiche Entwicklungen anderer Hersteller mit Wasserstoff-Antrieb insbesondere im Bereich Kleintransporter angekündigt. Mit der sich weiter etablierenden Serienfertigung werden sicher auch die Preise fallen. Man darf gespannt sein.

Wasserstoff-PKW. Halten, tanken und weiter geht’s.
Das Auftanken von Wasserstoff nimmt bei PKWs nur wenige Minuten in Anspruch.
Die durchschnittliche Reichweite der Fahrzeuge beträgt zwischen 500 und 600 Kilometer.
Der Wasserstoffantrieb ist ein attraktives Angebot, weil er die Erwartungen der Kunden erfüllt.

Wasserstoff-LKW. Mit gutem Beispiel voranfahren.
Bezüglich Reichweite und Umweltbilanz kann im LKW-Bereich die Elektrifizierung nur mithilfe der Brennstoffzelle und Strom aus erneuerbaren Energien gelingen. Hyundai fährt als Hersteller voraus und beweist, dass Wasserstoff auch im LKW-Bereich ein zukunftsweisender Antrieb ist. Die ersten serienmässig produzierten H2-LKW wurden 2020 ausgeliefert. In der Schweiz fahren seitdem 46 XCIENT-Brennstoffzellen-LKW von Hyundai. Die LKWs haben insgesamt fast eine Million Kilometer zurücklegten und damit über 600 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Ein echter Auftakt und ein Praxisbeispiel, das alle Betreiber von LKWs, Spediteure, Handelsunternehmen, Flottenmanager und Co. inspirieren sollte.

H2 for future. Mit staatlichem Rückenwind.
In allen vier Ländern, der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Österreich, wird bereichsübergreifend mit Hochdruck an der Zukunft des Wasserstoffes, am Ausbau der Tankstelleninfrastruktur und an der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten gearbeitet.
Der Schweizer Staat fördert als Schirmherr und mit verschiedenen Partnerschaften zahlreiche privatwirtschaftliche Initiativen. Österreich initiierte bereits 2018 während seiner Ratspräsidentschaft in der EU eine «Hydrogen-Initiative», die von 26 EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde. In Deutschland ist die Now-GmbH ein durch die Bundesregierung beauftragter aktiver Player, um programm- und technologieübergreifend eine klimaneutrale Gesellschaft mithilfe von Wasserstofftechnologien möglich zu machen. Frankreich investiert im Rahmen seiner nationalen Wasserstoff-Strategie 7,2 Milliarden Euro in die Wasserstoffförderung.

Grüner Wasserstoff. Ein Blick aufs grosse Ganze.
Es geht um weit mehr als um eine alternative Antriebstechnologie. Die individuelle Mobilität und der Warentransport sind die Grundvoraussetzung für Handel, Austausch und Fortschritt. Sie sind die grossen Triebfedern unserer Zivilisationsgeschichte.
Das Pferd als Fortbewegungsmittel. Öl als Treibstoff für Fahrzeuge. Die Kernfusion als Strom- und Antriebsquelle zur zivilen und militärischen Nutzung. Die einschneidenden Entwicklungssprünge des Menschen sind durch neue Energieträger begünstigt worden. Mit der Entwicklung und Etablierung des CO₂-neutralen Wasserstoffs als Zukunftstechnologie, haben wir die Chance, ein klimaneutrales Leben möglich zu machen.

Jede Investition, jede Forschung und Nutzung von grünen Wasserstofftechnologien sind ein weiterer Baustein, mit dem wir unsere Umwelt für nachfolgende Generationen und die Standards für unsere Lebensqualität erhalten.

Wasserstoff im Strassenverkehr.

Vorteile:
Grüner Wasserstoff ist klimaneutral.
Kein CO2-Ausstoss.
Ergänzung zur batteriegestützte Elektromobilität.
Langfristige Perspektive im Strassenverkehr.
Schnelles Betanken möglich.
Grosse Reichweite.
Hoher Fahrkomfort.
Wachsende Modellauswahl verschiedener PKW und LKW Hersteller.

Nachteile:
Hohe Anschaffungskosten.
Tankstellennetz im Ausbau.
 

In den Rheinhäfen soll der erste Wasserstoff-Hub der Schweiz entstehen

25.08.2021 – Wasserstoff soll der Energieträger der Zukunft werden. Vier Partner der Energiewirtschaft und Logistik sehen die Häfen Muttenz und Birsfelden als optimale Standorte für einen Wasserstoff-Hub. Sie wollen der Produktion, Verteilung und Anwendung von Wasserstoff Vorschub leisten.

  • In den Hafenarealen von Birsfelden und Muttenz soll ein Wasserstoff-Hub entstehen.
  • Die vier Partner sind die Schweizerischen Rheinhäfen, VARO, AVIA und IWB.
  • Wasserstoff wird als grüner Energieträger eine wichtige Rolle in der CO2-neutralen Zukunft spielen.

Wasserstoff ist ein wichtiger Energieträger der Zukunft. Er wird dazu beitragen, grüne Energie zu speichern und nutzbar zu machen – insbesondere im Transportsektor. Neben der Produktion müssen auch Verteilung, Speicherung und Einsatz von Wasserstoff vorangetrieben werden. Dies wollen die vier Partner Schweizerische Rheinhäfen, VARO, AVIA und IWB gemeinsam angehen. Dafür wollen sie den «H2-Hub Schweiz» entwickeln.

Zur vollständigen Medienmitteilung

Die AEW plant mit Partnern die Produktion von klimafreundlichem Wasserstoff beim Kraftwerk Augst

Die AEW Energie AG (AEW), die Kraftwerk Augst AG (KWA), das Energieunternehmen IWB und die Fritz Meyer AG (FMAG) wollen mit der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einen Beitrag zur Energie- und Klimastrategie des Bundes leisten. Dazu planen die Unternehmen den Bau eines Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion beim Kraftwerk Augst.Die Energieperspektiven 2050+ des Bundes zeigen, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 klimaneutral umbauen und gleichzeitig die Energieversorgungssicherheit gewährleisten kann. Die Energieeffizienz soll verbessert werden, während die fossilen Energien weitgehend verschwinden. Sie sollen durch erneuerbaren Strom und weitere klimafreundliche Energieträger wie Wasserstoff ersetzt werden. Partner mit geballtem Energie-Know-how AEW, KWA, IWB und FMAG wollen mit der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einen Beitrag zur Energie- und Klimastrategie des Bundes leisten. Die Unternehmen prüfen dafür den Bau eines Elektrolyseurs zur Produktion von Wasserstoff mit erneuerbarem Strom aus dem Kraftwerk Augst. Dieser soll über das Tankstellennetz der FMAG verteilt werden. Abnehmer des Wasserstoffs sind insbesondere Transportunternehmen, die ihre LKW-Flotte auf Wasserstofffahrzeuge umrüsten. Damit trägt das Vorhaben direkt zur Dekarbonisierung des Verkehrs bei. Zudem wird lokale Wertschöpfung in der Schweiz generiert und der Import von fossilen Brennstoffen aus dem Ausland vermindert. Die Abwärme der Produktionsanlage könnte als klimafreundliche Heizenergie für benachbarte Wohnungen genutzt werden. Die Partner haben eine Machbarkeits- und Variantenstudie durchgeführt. Die bevorzugte Variante sieht eine Produktionsanlage von 2,5 Megawatt Leistung im Maschinenhaus des Kraftwerks vor. Von aussen wird die Anlage nicht wahrnehmbar sein. Lediglich die Abfüllanlage auf dem Vorplatz des Kraftwerks ist sichtbar. Der Abtransport erfolgt über die Kraftwerksstrasse mittels zwei bis drei LKW-Fahrten pro Tag. Die Parteien sind aktuell in Vorgesprächen mit den Behörden zur Klärung der Zonenkonformität. Anschliessend wird die Detailplanung in Angriff genommen und das Baugesuch eingereicht.

goclear. Scheibenwischwasser einfüllen einfach gemacht.

einfach.sauber.nachhaltig.

Die Fritz Meyer AG rüstet ihre Tankstellen mit go clear-Zapfsäulen aus. Denn mit go clear wird es dem Kunden ermöglicht durch einfachstes Handling und ohne Verschütten, Wischwasser beziehen zu können. Hierzu muss einzigst die Motorhaube und der Scheibenwischwasserbehälter im Auto geöffnet werden, den go clear-Zapfhahn eingeführt werden, und dann die gewünschte Menge Scheibenwischwasser aufgefüllt werden.

Nebstdem das das Scheibenwischwasser100% biologisch abbaubar ist, gehören durch goclear, Wischwasser-Plastikbeutel der Vergangenheit an, wodurch die Umwelt nachhaltig geschont wird.

Das go clear Scheibenwischwasser wird entsprechend der jahreszeitlichen Anforderungen für die Scheibenreinigung angemischt. Im Sommer ideal zur Staub- und Insektenreinigung. Im Winter perfekt auf die Reinigung von Salz- und Schmutzkrusten abgestimmt. Frostschutz inklusive.

Die Fritz Meyer AG hat die Standorte Aesch, Augst, Basel Gellert, Biel/ Binningen/ Büren a. d. Aare, Liestal, Pratteln, Rheinfelden, Riedholz, Sissach, Stein und Zwingen mit goclear-Zapfsäulen ausgestattet. Besuchen Sie uns und probieren Sie go clear aus!
 

IWB und Fritz Meyer AG wollen in Birsfelden eine Wasserstoff-Produktionsanlage bauen

Klimafreundlicher Wasserstoff aus Birsfelden

04.02.2021. IWB und Fritz Meyer AG haben ein Baugesuch für eine Wasserstoff-Produktionsanlage beim Kraftwerk Birsfelden eingereicht. Ab 2022 wollen die beiden Unternehmen CO2-neutralen Wasserstoff produzieren. Lastwagen mit Brennstoffzellenantrieb werden den umweltfreundlichen Treibstoff dereinst tanken können. Um das Vorhaben umzusetzen, haben IWB und Fritz Meyer AG das Joint Venture greenH2 AG gegründet.

  • IWB und Fritz Meyer AG wollen in Basel klimafreundlichen Wasserstoff produzieren.
  • Erneuerbarer Strom aus dem Kraftwerk Birsfelden kann als Wasserstoff gespeichert werden.
  • Die Freizeit- und Erholungsfunktion der Kraftwerksinsel bleibt erhalten.

Bis 2050 soll die Schweiz klimaneutral werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Verkehr, der für ein Drittel aller CO2-Emissionen der Schweiz verantwortlich ist. Für Lastwagen ist Wasserstoff eine Lösung, sofern er CO2-neutral aus erneuerbarem Strom hergestellt wird. Das ist mit Strom aus dem Kraftwerk Birsfelden gegeben.

Wasserstoff-Produktionsanlage neben dem Kraftwerk Birsfelden
IWB und Fritz Meyer AG beabsichtigen, mit ihrem Joint Venture greenH2 neben dem Kraftwerk einen Elektrolyseur zur Wasserstoffproduktion zu bauen. Die Produktionsanlage am östlichen Ende des bestehenden Kraftwerksgeländes wird aus zwei Bauten bestehen.

In der Anlage wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Die dazu notwendige Energie ist Strom aus Wasserkraft und kommt direkt aus dem Kraftwerk Birsfelden. Wasserkraftwerke eignen sich ideal als Standorte für Wasserstoff-Produktionsanlagen. Die bei der Produktion entstehende Abwärme wird an die vor Ort bestehende Fernwärmezentrale der Alternativ-Energie Birsfelden AG (AEB) abgegeben. Somit ist die Anlage sehr energieeffizient.

«Beim Kraftwerk Birsfelden sind alle Voraussetzungen gegeben, um Wasserstoff klimafreundlich und effizient zu produzieren», so Sascha Jäger, Direktor des Kraftwerks Birsfelden. Die Kraftwerk Birsfelden AG ist Grundstückeigentümerin der Fläche, die für die Produktionsanlage genutzt werden soll. Die beiden Gebäude werden sich geographisch und optisch an die bestehenden Gebäude des Kraftwerks anschliessen, womit der Charakter der Landschaft erhalten bleibt. Das besondere Natur- und Freizeiterlebnis der Kraftwerksinsel in Birsfelden wird durch die Wasserstoffproduktion nicht beeinträchtigt werden.

Joint Venture greenH2 AG gegründet
Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist ein seit Jahrzehnten erprobtes Verfahren. Für die beiden Unternehmen handelt es sich dennoch um ein Pilotprojekt, denn der Absatzmarkt für CO2-neutralen – sogenannt «grünen» Wasserstoff – ist hierzulande erst am Entstehen.

IWB und die Fritz Meyer AG sind davon überzeugt, dass grüner Wasserstoff einen wesentlichen Anteil an einer klimaneutralen Energiezukunft einnehmen wird. Vor diesem Hintergrund haben die beiden Unternehmen Ende Januar 2021 das Joint Venture greenH2 AG gegründet. Ziel von greenH2 ist die Herstellung und Verteilung von grünem Wasserstoff.

IWB bringt ihre Erfahrungen in der Energieproduktion mit und die Fritz Meyer AG hat einen direkten Zugang zum grössten Tankstellennetz der Schweiz. Denn der Wasserstoff soll dereinst vor allem von Lastwagen mit Brennstoffzellenantrieb getankt werden. Bestätigen sich die aktuellen Markteinschätzungen mit hohem Wachstumspotential für Wasserstoff, wird greenH2 weitere mögliche Produktionsstandorte evaluieren. Das Baugesuch für die Anlage in Birsfelden haben IWB und Fritz Meyer AG eingereicht. Ab Projektstart wird greenH2 den Bau und Betrieb der Anlage übernehmen. Gemäss aktuellem Planungsstand erfolgt der Spatenstich im Herbst 2021, die Inbetriebnahme bereits rund ein Jahr später.

Angaben zur Produktionsanlage

Leistung

2.5 MW

Jahresproduktion

260 000 kg Wasserstoff bzw. 8580 MWh

Jahresproduktion in LKW-Kilometern

3.2 Millionen km

Fläche der beiden Bauten

550 m2 bzw. 1% der Fläche der Kraftwerksinsel

Farbenlehre des Wasserstoffs

Die chemische Eigenschaft von Wasserstoff ist immer gleich. Allerdings gibt es unterschiedliche Herstellungsformen für Wasserstoff. Diese können mehr oder weniger ökologisch sein. Es hat sich daher etabliert, Wasserstoff je nach Herstellungsverfahren einer Farbe zuzuordnen. Grüner Wasserstoff wird aus erneuerbarem Strom hergestellt. Blauer Wasserstoff entsteht aus fossilen Quellen mit Speicherung des CO2; grauer Wasserstoff entsteht ebenfalls aus fossilen Quellen, aber ohne Speicherung des CO2. greenH2 produziert und vertreibt ausschliesslich grünen, CO2-neutralen Wasserstoff.

Weitere Informationen
Link: Flyer Wasserstoff-Produktionsanlage Birsfelden
Link: www.greenh2.ch
PDF: Q&A Wasserstoff

Besuchen Sie uns im neuen Shop bei der Avia-Tankstelle im Gellert

Basel 23.04.2020

Seit Anfangs 2020 ist der neue Shop bei der Avia Tankstelle, an der St. Alban-Anlage 72 in 4052 Basel, in Betrieb.

Der neu renovierte Shop ist grösser und verfügt daher über ein breiteres Sortiment. Nebst Waren für jeden Gebrauch, werden während 365 Tagen im Jahr täglich frische Backwaren, Sandwiches und weitere Snacks angeboten. Durch die neue Bistro-Ecke lädt der Shop zum Verweilen ein. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

AdBlue - einfach und bequem an der Avia-Zapfsäule

Basel 23.04.2020

Neu können PKW und LKW Ad-Blue an den Avia-Tankstellen der Fritz Meyer AG in Pratteln, Riedholz, Basel - Gellert (St. Alban-Anlage 72), Gurmels, Rheinfelden, Aesch-Angenstein und Sissach beziehen.

Kontakt für Medienanfragen

 

Sie wünschen Auskünfte, haben  Anfragen oder brauchen Informationen. Gerne beantworten wir Ihre Medienanfragen.
Folgen Sie uns auf Facebook und LinkedIn

Ihr Ansprechpartner:
Thomas Bundschuh
Leiter Marketing & Vertrieb
Tel. 061 317 86 60 
E-Mail: Thomas Bundschuh